NEWSLETTER 01/ 26-
Praxis AKTIV-BEWUSST-SEIN
Geschätzte InteressentInnen!
Es ist endlich soweit! Seit Montag, den 26.01.2026 können sich alle Versicherten der ÖGK, SVS oder BVAEB österreichweit unabhängig vom Alter über die Plattform „Psyhelp“ für einen vollfinanzierten klinisch-psychologischen Kassenplatz anmelden. Dazu möchte ich im Folgenden kurz die wichtigsten Fakten anführen.
HIER geht es zur Regelung NEU auf der Plattform „Psyhelp“ https://psyhelp.at/
Auf der Plattform „Psyhelp“ ist ein Anmeldeformular in 3 einfachen Schritten auszufüllen. Auf Basis der Angaben wird geprüft, welche psychische Belastung vorliegt und welche Unterstützung erforderlich ist. Sobald ein wohnortnaher klinisch psychologischer Kassenplatz gefunden wird, wird der/die Betreffende per E-Mail darüber informiert. Die Ermittlung erfolgt nach festgelegten Kriterien, wie Schweregrad, Wohnort und spezifischen Anforderungen (wie Behandlungssprache).
All jene Personen, die die oben angeführten Kriterien erfüllen, erhalten die klinisch-psychologische Behandlung österreichweit zur Gänze ohne in Vorleistung zu gehen. Die Abrechnung der Behandlungskosten erfolgt direkt über die Serviceplattform.
Anmeldeprozess: Auf der Plattform „Psyhelp“ ist ein Anmeldeformular in 3 einfachen Schritten auszufüllen. Auf Basis der Angaben wird geprüft, welche psychische Belastung vorliegt und welche Unterstützung erforderlich ist. Sobald ein wohnortnaher klinisch psychologischer Kassenplatz gefunden wird, wird der/die Betreffende per E-Mail darüber informiert. Die Ermittlung erfolgt nach festgelegten Kriterien, wie Schweregrad, Wohnort und spezifischen Anforderungen (wie Behandlungssprache).
Jährlich stehen 120.700 Behandlungseinheiten zur Verfügung (die Finanzierung ist bis 2029 gesichert). Sofern die erforderlichen Kriterien nicht zutreffen, bleibt weiterhin die bisherige Regelung aufrecht, dass ein Teil der Kosten refundiert werden kann.
Sind vollfinanzierte Kassenplätze in meiner Praxis verfügbar? Es ist bei mir möglich, einen kassenfinanzierten klinisch-psychologischen Behandlungsplatz zu bekommen. Ich habe jedoch, soweit mir bisher bekannt ist, keinen Einfluss darauf, wer die Leistungen bei mir in Anspruch nehmen darf. Potentielle KlientInnen in Wohnortnähe werden mir aufgrund meiner zuvor bekanntgegebenen freien Kapazitäten über die Plattform zugewiesen. Schätzungen zufolge werden Anfang März 2026 die ersten vermittelten Termine stattfinden können.
Weitere Fragen werden auf der Plattform https://psyhelp.at
per E-Mail an: service@psyhelp.at
oder telefonisch unter 0800 10 02 03
werktags von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr beantwortet.
Die bisherige Regelung eines Kostenzuschusses bleibt erhalten: Nach Begleichung der Kosten für eine klinisch-psychologische Behandlung kann mit dem Nachweis einer medizinischen Untersuchung beim Hausarzt (bis spätestens vor der 2. Sitzung) und einer krankheitswertigen Verdachtsdiagnose ein Teil der Behandlungskosten rückerstattet werden (ÖGK für 60 Min. € 33,70, SVS ab 50min: € 45,00, BVAEB ab 50 Min. € 46,60, weitere Informationen bei ihrem Sozialversicherungsträger). Nach erfolgten 10 Einheiten stellt der/die PsychologIn bei Bedarf einen Verlängerungsantrag (dieses Vorgehen wird auch in der neuen Regelung beibehalten).
Links zu veröffentlichte Berichten über „psyhelp“ in den Medien
Vorstellung des Projektes in einer Pressekonferenz
Berufsverband der österreichischen PsychologInnen
Der Standard
ORF
NEWSLETTER 07/ 25-
Praxis AKTIV-BEWUSST-SEIN
Geschätzte LeserInnen!



Nachdem ich nun seit 20 Jahren im psychosozialen Feld unterwegs bin, werde ich auch immer wieder gebeten, meine Erfahrungen zu teilen und einen Prozess des Reflektierens in Arbeitskontexten zu begleiten, auch Supervision genannt. Dies ermöglicht es im Einzelsetting oder Teams, etwas Berufliches zu besprechen, wo Fachpersonal im Umgang mit deren Schützlingen an ihre Grenzen kommen und nach neuen Möglichkeiten suchen, kreativ mit den aktuellen Umständen umzugehen. Dieser Prozess benötigt eine eingehende Analyse und Bereitschaft der TeilnehmerInnen, ihr eigenes Handeln in Frage zu stellen und mögliche neue Wege anzudenken, zu spüren und zu ergründen. In diesem Prozess ist es meine Aufgabe hilfreiche Fragen zu stellen, den Blick von außen einzunehmen und zusammenzufassen, so dass daraus eine Vision für zukünftiges Handeln entstehen kann. Ich habe im Laufe meines beruflichen Wirkens immer wieder die Erfahrung gemacht, wie aus einer verfahrenen Situation plötzlich eine bewältigbare wurde, einfach dadurch, dass etwas ans Licht kam, was vorher nicht sichtbar gewesen ist. Die Bereitschaft, sich einem solchen Prozess zu stellen, erscheint mir notwendig, um eine qualitativ hochwertige Arbeit im gesamten psychosozialen Bereich und in der Vermittlung von Wissen zu gewährleisten.
Seit Beginn der Covid 19 Pandemie haben psychische Krankheitssymptome bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen massiv zugenommen. So sind mehr als die Hälfte dieser Personengruppe von depressiven Symptomen betroffen, jede(r) Zweite leidet an Schlafstörungen und rund ein Drittel leidet unter Angstsymptomen. 16% haben wiederkehrende Suizidgedanken. Aus diesem Grund wurde das österreichweite Projekt im April 2022 ins Leben gerufen und bot schnelle, kostenlose psychische Behandlungen im Umfang von 15 Einheiten für die oben genannte Personengruppe an. Im Juli 2025 geht bereits die dritte äußerst erfolgreiche Phase dieses Projekts zu Ende und es konnte bereits insgesamt rund 43.400 Betroffenen durch rund 3.000 BehandlerInnen geholfen werden. Am 13.05.2025 wurde in der Budgetrede im Parlament durch Finanzminister Marterbauer bekanntgegeben, dass ab 2026 für das Projekt jährlich 21 Mio Euro zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Mittel dafür sind somit auch in Zukunft gesichert. Die Projektverantwortlichen sind zuversichtlich, dass es bis Jänner 2026 eine Übergangslösung geben wird, da aktuell die Mittel für Einzelbehandlungen erschöpft sind. Es ist jedoch möglich, sich bereits jetzt vormerken zu lassen. Ebenso stehen Mittel für eine Gruppenbehandlung zur Verfügung.
Am 10.06.2025 stürmte ein 21 jähriger ehemaliger Schüler in Graz das BORG Dreischützengasse, erschoss eine Lehrerin, 9 Schülerinnen und Schüler und setzte danach seinem Leben ein Ende. 11 weitere Menschen wurden verletzt. Ich möchte diese Zeilen nutzen, um allen Hinterbliebenen und Betroffenen mein aufrichtiges Mitgefühl auszudrücken.
Bereits seit 2014 gibt es auf Initiative des Sozialministeriums hin und in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der österreichischen Psychologen, die Möglichkeit, dass Angehörige, die ihre Liebsten Zuhause betreuen und pflegen, kostenlose, vertrauliche und entlastende Angehörigengespräche in Anspruch nehmen können. Näheres finden sie im Folder des Sozialministeriums (
Vortrag: Umgang mit psychischen Erkrankungen in der Familie
