NEWSLETTER 09/ 26-

Praxis AKTIV-BEWUSST-SEIN

Geschätzte InteressentInnen!

Offen gestanden, es gelingt auch mir nicht immer meinen Alltag so zu gestalten, wie dies in diesem KI generierten Comic beschrieben wird, aber ich arbeite täglich daran.. mit Rück- aber auch mit Fortschritten.

Nach einem bisher abwechslungsreichen, spannenden und produktiven Jahr möchte ich Ihnen einmal ein paar Neuigkeiten zukommen lassen.

Brainspotting ist eine Behandlungsmethode, bei der bestimmte Blickpositionen genutzt werden, um belastende Gefühle und/oder Erinnerungen zu be- und verarbeiten. Dabei wird über das Sehen ermöglicht, auf Areale im Gehirn zuzugreifen, die sonst nur schwer über Sprache erreichbar wären und bei denen die Verarbeitung scheinbar blockiert oder behindert ist. Gelingt es, diese Blockaden zu lösen, stellt sich sehr oft eine nachhaltige und grundlegende Veränderung im gesamten Organismus ein, die mit einer deutlichen Verbesserung der bisherigen Beschwerden einhergeht.

Seit ich in diesem Verfahren im Jahr 2021 bei Monika Baumann ausgebildet wurde, wurde mir bereits in vielen Sitzungen die Wirksamkeit und Effektivität dieser Methode zuteil. In meiner Praxis wurde es zu einer sehr hilfreichen Ergänzung zu den vielen verschiedenen Methoden und Übungen, die ich ansonsten ohnedies anwende bzw. meinen KlientInnen näherbringe.

Besonders effektiv wirkt diese körperorientierte Methode bei Themen, die jemand schon sehr lange mit sich herumschleppt oder auch dann, wenn es bei vielen unterschiedlichen Belastungen darum geht, jene herauszuarbeiten, die es als Erstes zu bearbeiten gilt. Es ist auch ein sehr hilfreiches Werkzeug, um sehr heftige belastende Erlebnisse im Laufe der eigenen Lebensgeschichte aufzuarbeiten. Ich kann Jeder/m, der nun neugierig geworden ist, nur empfehlen, es einmal auszuprobieren. So habe auch ich bei einem Online-Seminar damit angefangen. Mittlerweile bin ich bereits seit Dezember 2024 international anerkannter Brainspotter und stolz, dieser Communty der vielfältig Interessierten und Neugierigen anzugehören als auch das Verfahren an sich ständig weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Es gibt in Kärnten noch immer wenige BehandlerInnen, welche diese Methode in ihrer Praxis anbieten, aber es werden stetig mehr.

Viele KlientInnen haben mir in den zurückliegenden Jahren berichtet, wie sehr es sie Mut gekostet hat, sich überhaupt an mich zu wenden. So beschrieb mir ein Klient einmal, dass er ein Jahr täglich an meiner Praxis vorbeigefahren sei und sich gedacht habe, jetzt sollte ich endlich einmal anrufen und einen Termin vereinbaren. Erst nachdem der Leidensdruck so sehr angestiegen war und ihn noch zwei liebe Menschen in seinem Umfeld darauf angesprochen hatten, dass es zu dem Zeitpunkt nun doch eine gute Idee wäre, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen, war die Motivation und der Mut ausreichend da. Mir ist das durchaus bewusst. Deshalb sage ich KlientInnen, die auf meiner Praxisschwelle stehen, sehr oft, dass sie ein wichtiges Ziel bereits erreicht haben, indem sie gekommen sind, denn dadurch können sie etwas verändern.

Beim ersten Telefonat und dem anschließenden Erstgespräch nehme ich mir immer Zeit zu ergründen, ob wir überhaupt gut zusammenarbeiten können, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Eines meiner wichtigsten Ziele ist, dass ich zwar gerne so lange meine Dienste benötigt werden zur Verfügung stehe, mir KlientInnen aber die größte Freude machen, wenn sie meiner Begleitung nicht mehr bedürfen und (wieder) ein eigenverantwortliches Leben führen können. In meiner Praxis ist es inzwischen Usus geworden, dass sich immer wieder ehemalige KlientInnen manchmal nach Monaten oder auch Jahren bei mir melden, entweder aus aktuellem Anlass oder aber auch, um einmal eine Lebensbilanz zu ziehen, ob ihr Weg jenen Verlauf genommen hat, den sie sich ursprünglich als Ziel vorgestellt haben oder ob es eine gewisse Kurskorrektur benötigt, um aktuell wieder zufrieden und ausgeglichen zu sein.

Für mich ist Veränderung immer eine Chance für etwas Neues, was jede/r von uns erreichen kann, was auch immer er/sie sich erträumt, der/die man sein möchte. Die Angst kann dabei ein Begleiter sein, die es gilt zu überwinden und zwar Schritt für Schritt und Tag für Tag. Dies ist ein fortwährendes Abenteuer, welches auch als Leben bezeichnet werden könnte.

Immer wieder erreichen mich Anfragen, ob ich nicht auch mit Kindern unter 14 Jahren in meiner Praxis arbeiten würde. Manche wissen auch, dass ich zu Beginn meiner Arbeit im psychosozialen Bereich viele Jahre ambulant und stationär mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern gearbeitet habe. Hinzu kommt, dass ich zu Kindern und Jugendlichen meist schnell einen guten Draht finde. Dennoch habe ich mich in meiner Praxis dafür entschieden, nur mehr mit Eltern von unter 14Jährigen zu arbeiten. Das liegt darin begründet, dass ich viele Jahre im psychosozialen Feld erlebt habe, dass sich Kinder und Jugendliche durch die Betreuung gut stabilisieren ließen, deren Eltern jedoch nicht die ausreichende Bereitschaft zeigten, etwas in ihrem eigenen Verhalten ändern zu wollen. Dann kam es sehr oft zu einem Drehtüreffekt und das auffällige Verhalten des Kindes begann nach vorhergehender Stabilisierung und zumeist nach einem Heimfahrtwochenende von vorne. Dies empfand ich als sehr frustrierend, vor allem da die Einsicht bei den Bezugspersonen nur begrenzt vorhanden war.

Daher arbeite ich insbesondere mit jenen Eltern, die ihr Verhalten ihren Kindern gegenüber verändern wollen, weil sie merken, dass etwas nicht stimmig ist oder sie im Umgang mit ihren Kindern überfordert sind. Dies ist der erste Schritt, der nicht bei den Kindern, sondern nur bei den Erwachsenen beginnen kann. In diesem Fall begleite ich sehr gerne und erlebe es immer sehr erfüllend, wenn dann Eltern mit strahlenden Augen berichten, wie sehr sich die Beziehung zu ihren Kindern ins Positive verändert hat, was vorher niemand für möglich gehalten hätte.

Von Beginn an (seit Ende April 2026) bin ich für dieses österreichweite Pilotprojekt tätig, bei dem TeilnehmerInnen klinisch-psychologische Behandlung auf Krankenschein erhalten. Es freut mich, dass nun endlich auch jenen Personen eine klinisch- psychologische Behandlung ermöglicht wird, die es sich andernfalls mit einer Teilrefundierung nicht leisten könnten. Das war mir seit Anbeginn meiner selbständigen Tätigkeit ein großes Anliegen.

Mittlerweile ist es möglich, dass man bereits bei der Anmeldung, sofern dies gewünscht wird, eine/n bestimmte/n klinische/n PsychologIn bekannt geben kann. Zumeist erhält man eine Auswahl in Wohnortnähe oder kann warten, bis wieder ein Behandlungsplatz bei einer/einem gewünschten PsychologIn frei wird. Die Behandlung sollte einmal/Woche für 50 Minuten stattfinden. Urlaube, Erkrankungen, Kur- oder Krankenhausaufenthalte stellen eine entschuldigte Unterbrechung der Behandlung dar. Ebenso kann die wöchentliche Behandlungseinheit bei einer akuten Krise anlassbezogen zeitlich verlängert werden.

Das Projekt ist ein voller Erfolg. In den letzten 4 Monaten haben bereits 4.700 KlientInnen österreichweit einen Behandlungsplatz erhalten und Manchen wurde bereits nach 10 erfolgten Einheiten neuerlich 10 weitere Einheiten bewilligt. Diese Antragstellung führt die/der klinische PsychologIn für seine Klienten direkt durch, was wiederum eine erhebliche Erleichterung für alle Beteiligten darstellt.

Weitere Informationen zum Projekt finden sie auf der Plattform https://psyhelp.at/

Sie erreichen das Serviceteam per E-Mail unter: service@psyhelp.at oder

telefonisch unter: 0800 10 02 03 (werktags von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr erreichbar)

 

Das bewährte Mental-Health-Projekt „Gesund aus der Krise“ wurde und wird in Österreich fortgeführt und ausgebaut. Mit der Genehmigung der neuen Sonderrichtlinie „Gesund aus der Krise III“ im Juni 2026 und einer Aufstockung des Budgets auf 35,15 Millionen Euro ist die psychosoziale Unterstützung für den Zeitraum von Oktober 2025 bis Juni 2027 gesichert. Dadurch können rund 30.000 weitere Kinder und Jugendliche kostenlos professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Zielgruppe sind wie bisher, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 0 – 21 Jahren.

Es können in Wohnortnähe 15 kostenlose Behandlungseinheiten im Einzel- und Gruppensetting genutzt werden. Dafür stehen klinisch-psychologische, gesundheitspsychologische, psychotherapeutische und musiktherapeutische Angebote zur Verfügung. Ein besonderes Merkmal ist noch immer die rasche Zuweisung eines Behandlungsplatzes, die abhängig vom Standort, ein paar Tage bis wenige Wochen benötigt.

Wer das 14. Lebensjahr vollendet hat, kann sich selbst online oder telefonisch für dieses Projekt anmelden. Für Kinder unter 14 Jahren erfolgt die Anmeldung durch Erziehungsberechtigte oder zuweisende Stellen wie Schulen, soziale Einrichtungen oder ÄrztInnen. Es ist dabei zu beachten, dass man über die angegebene E-Mail-Adresse über einen freien Behandlungsplatz informiert wird. Daher ist unbedingt daran zu denken, dass man regelmäßig einen Blick in seinen E-Mail-Account wirft..

Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Homepage zu finden: https://gesundausderkrise.at/

Online-Anmeldung: Direkt über das Online-Formular über die Website von Gesund aus der Krise. https://gesundausderkrise.at/anmeldung/

Telefonische kostenfreie Hotline: unter der Servicenummer 0800 800 122.

Bis bald

und alles Gute,

 

 

 

 

 

 

 

NEWSLETTER 01/ 26-

Praxis AKTIV-BEWUSST-SEIN

Geschätzte InteressentInnen!

Es ist endlich soweit! Seit Montag, den 26.01.2026 können sich alle Versicherten der ÖGK, SVS oder BVAEB österreichweit unabhängig vom Alter über die Plattform „Psyhelp“ für einen vollfinanzierten klinisch-psychologischen Kassenplatz anmelden. Dazu möchte ich im Folgenden kurz die wichtigsten Fakten anführen.

HIER geht es zur Regelung NEU auf der Plattform „Psyhelp“ https://psyhelp.at/

Auf der Plattform „Psyhelp“ ist ein Anmeldeformular in 3 einfachen Schritten auszufüllen. Auf Basis der Angaben wird geprüft, welche psychische Belastung vorliegt und welche Unterstützung erforderlich ist. Sobald ein wohnortnaher klinisch psychologischer Kassenplatz gefunden wird, wird der/die Betreffende per E-Mail darüber informiert. Die Ermittlung erfolgt nach festgelegten Kriterien, wie Schweregrad, Wohnort und spezifischen Anforderungen (wie Behandlungssprache).

All jene Personen, die die oben angeführten Kriterien erfüllen, erhalten die klinisch-psychologische Behandlung österreichweit zur Gänze ohne in Vorleistung zu gehen. Die Abrechnung der Behandlungskosten erfolgt direkt über die Serviceplattform.

Anmeldeprozess: Auf der Plattform „Psyhelp“ ist ein Anmeldeformular in 3 einfachen Schritten auszufüllen. Auf Basis der Angaben wird geprüft, welche psychische Belastung vorliegt und welche Unterstützung erforderlich ist. Sobald ein wohnortnaher klinisch psychologischer Kassenplatz gefunden wird, wird der/die Betreffende per E-Mail darüber informiert. Die Ermittlung erfolgt nach festgelegten Kriterien, wie Schweregrad, Wohnort und spezifischen Anforderungen (wie Behandlungssprache).

Jährlich stehen 120.700 Behandlungseinheiten zur Verfügung (die Finanzierung ist bis 2029 gesichert). Sofern die erforderlichen Kriterien nicht zutreffen, bleibt weiterhin die bisherige Regelung aufrecht, dass ein Teil der Kosten refundiert werden kann.

Sind vollfinanzierte Kassenplätze in meiner Praxis verfügbar? Es ist bei mir möglich, einen kassenfinanzierten klinisch-psychologischen Behandlungsplatz zu bekommen. Ich habe jedoch, soweit mir bisher bekannt ist, keinen Einfluss darauf, wer die Leistungen bei mir in Anspruch nehmen darf. Potentielle KlientInnen in Wohnortnähe werden mir aufgrund meiner zuvor bekanntgegebenen freien Kapazitäten über die Plattform zugewiesen. Schätzungen zufolge werden Anfang März 2026 die ersten vermittelten Termine stattfinden können.

Weitere Fragen werden auf der Plattform https://psyhelp.at 

per E-Mail an: service@psyhelp.at

oder telefonisch unter 0800 10 02 03

werktags von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr beantwortet.

Die bisherige Regelung eines Kostenzuschusses bleibt erhalten: Nach Begleichung der Kosten für eine klinisch-psychologische Behandlung kann mit dem Nachweis einer medizinischen Untersuchung beim Hausarzt (bis spätestens vor der 2. Sitzung) und einer krankheitswertigen Verdachtsdiagnose ein Teil der Behandlungskosten rückerstattet werden (ÖGK für 60 Min. € 33,70, SVS ab 50min: € 45,00, BVAEB ab 50 Min. € 46,60, weitere Informationen bei ihrem Sozialversicherungsträger). Nach erfolgten 10 Einheiten stellt der/die PsychologIn bei Bedarf einen Verlängerungsantrag (dieses Vorgehen wird auch in der neuen Regelung beibehalten).

Links zu veröffentlichte Berichten über „psyhelp“ in den Medien

Vorstellung des Projektes in einer Pressekonferenz

Berufsverband der österreichischen PsychologInnen

Der Standard

ORF

 

NEWSLETTER 07/ 25-

Praxis AKTIV-BEWUSST-SEIN 

 

Geschätzte LeserInnen!

Nach einem arbeitssamen halben Jahr in meiner neuen Praxis in Ratzendorf, möchte ich Sie/Euch wieder einmal mit aktuellen, brauchbaren Infos rund um meine Aktivitäten und zum Thema psychische Gesundheit auf den neuesten Stand bringen.

In den zurückliegenden Jahren durfte ich zahlreiche KlientInnen bei ihrer Genesung begleiten und dazu bestehendes und neues Werkzeug vermitteln und entwickeln. Heute möchte ich diese KlientInnen zu Wort kommen lassen und was sich durch den Prozess, durch den sie gegangen sind in ihrem Leben verändert hat. All jene, die diesen Prozess erfolgreich gegangen sind, beschreiben nicht nur eine Verringerung ihrer Symptome, sie sind auch handlungsfähiger geworden. Sie sind in der Lage, ihre Symptome zu beeinflussen und dadurch hat sich ihr Selbstwert und ihre Selbstwirksamkeit verbessert. Besonders ihre Lebensqualität hats sich auf eine Weise zum Positiven gewandelt, was sie nie für möglich gehalten hätten. Natürlich sind auch sie weiterhin dem Spiel des Lebens mit seinen Herausforderungen unterworfen, neue Erfahrungen machen zu dürfen. Aber es gelingt ihnen zunehmend auch einmal auf einer Welle zu reiten und zu lachen, wenn sie von einer Welle überrollt werden. Es ist mir immer wieder eine Freude dabei zu begleiten, bis mein Gegenüber sich und dessen Fähigkeiten erkennt und meine Begleitung in der Folge nicht mehr benötigt, da die eigene Wirksamkeit nun fest im Inneren verankert und wieder greifbar ist.

Nachdem ich nun seit 20 Jahren im psychosozialen Feld unterwegs bin, werde ich auch immer wieder gebeten, meine Erfahrungen zu teilen und einen Prozess des Reflektierens in Arbeitskontexten zu begleiten, auch Supervision genannt. Dies ermöglicht es im Einzelsetting oder Teams, etwas Berufliches zu besprechen, wo Fachpersonal im Umgang mit deren Schützlingen an ihre Grenzen kommen und nach neuen Möglichkeiten suchen, kreativ mit den aktuellen Umständen umzugehen. Dieser Prozess benötigt eine eingehende Analyse und Bereitschaft der TeilnehmerInnen, ihr eigenes Handeln in Frage zu stellen und mögliche neue Wege anzudenken, zu spüren und zu ergründen. In diesem Prozess ist es meine Aufgabe hilfreiche Fragen zu stellen, den Blick von außen einzunehmen und zusammenzufassen, so dass daraus eine Vision für zukünftiges Handeln entstehen kann. Ich habe im Laufe meines beruflichen Wirkens immer wieder die Erfahrung gemacht, wie aus einer verfahrenen Situation plötzlich eine bewältigbare wurde, einfach dadurch, dass etwas ans Licht kam, was vorher nicht sichtbar gewesen ist. Die Bereitschaft, sich einem solchen Prozess zu stellen, erscheint mir notwendig, um eine qualitativ hochwertige Arbeit im gesamten psychosozialen Bereich und in der Vermittlung von Wissen zu gewährleisten.

Die Anwendung von Methoden, die es uns ermöglichen leistungsfähiger, entspannter, gelassener und bei Bedarf hochkonzentriert und aufmerksam zu sein, hat mich schon immer begeistert. Lange bevor ich es in Kursen vermittelt habe, habe ich es selbst im Leistungssport und in der Aneignung von Wissen für mich genutzt. Über die Jahre ist einiges an Methoden zusammengekommen, die ich laufend ergänze und verfeinere. Es freut mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich dieses Wissen, wie im Kurhaus Reichl weitergeben darf. Immer wieder ist das Erstaunen groß, wenn es plötzlich gelingt sich trotz Herausforderungen des Alltags aktiv zu entspannen oder sogenanntes Gedankenkreisen erfolgreich abzustoppen. Auch ist es mit diesen Methoden gut möglich, sich schnell und umfassend zu regenerieren. Wer die Zusammenhänge kennt, wird in seinem Alltag auch zunehmend besser in der Lage sein, zu entdecken, wie er seine mentale Gesundheit aktiv regenerieren und stärken kann.

Seit Beginn der Covid 19 Pandemie haben psychische Krankheitssymptome bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen massiv zugenommen. So sind mehr als die Hälfte dieser Personengruppe von depressiven Symptomen betroffen, jede(r) Zweite leidet an Schlafstörungen und rund ein Drittel leidet unter Angstsymptomen. 16% haben wiederkehrende Suizidgedanken. Aus diesem Grund wurde das österreichweite Projekt im April 2022 ins Leben gerufen und bot schnelle, kostenlose psychische Behandlungen im Umfang von 15 Einheiten für die oben genannte Personengruppe an. Im Juli 2025 geht bereits die dritte äußerst erfolgreiche Phase dieses Projekts zu Ende und es konnte bereits insgesamt rund 43.400 Betroffenen durch rund 3.000 BehandlerInnen geholfen werden. Am 13.05.2025 wurde in der Budgetrede im Parlament durch Finanzminister Marterbauer bekanntgegeben, dass ab 2026 für das Projekt jährlich 21 Mio Euro zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Mittel dafür sind somit auch in Zukunft gesichert. Die Projektverantwortlichen sind zuversichtlich, dass es bis Jänner 2026 eine Übergangslösung geben wird, da aktuell die Mittel für Einzelbehandlungen erschöpft sind. Es ist jedoch möglich, sich bereits jetzt vormerken zu lassen. Ebenso stehen Mittel für eine Gruppenbehandlung zur Verfügung.

Da ich ebenso in diesem Projekt mitarbeite, kann ich nur bestätigen, dass es einfach eine tolle Initiative ist und diese 15 Einheiten zu je 50 Minuten einen großen Unterschied für die Betroffenen für ihr weiteres Leben darstellen. Der aktuelle Leidensdruck nimmt ab und sie erlangen wieder Lebensfreude, Selbstwirksamkeit und Selbstwert. Weitere Infos zum Projekt sind unter www.gesundausderkrise zu finden.

Am 10.06.2025 stürmte ein 21 jähriger ehemaliger Schüler in Graz das BORG Dreischützengasse, erschoss eine Lehrerin, 9 Schülerinnen und Schüler und setzte danach seinem Leben ein Ende. 11 weitere Menschen wurden verletzt. Ich möchte diese Zeilen nutzen, um allen Hinterbliebenen und Betroffenen mein aufrichtiges Mitgefühl auszudrücken.

Ebenso sind als Folge dieses Vorfalls zahlreiche hilfreiche Handouts entstanden, die Betroffenen, Begleitern von Betroffenen oder Verantwortlichen in einer Funktion helfen, besser auf solche Ereignisse reagieren zu können. Einer stammt vom Berufsverband der österreichischen Psychologen und fasst wichtige Maßnahmen für Lehrkräfte, Eltern und Bezugspersonen zusammen:

Handout HIER: Krisenintervention nach einem Gewaltvorfall

Ein weiteres Handout stammt vom Grazer Institut für Kinder, Jugend und Familie:

Handout HIER: Den Amoklauf verarbeiten- Tipps zur Begleitung von Kindern und Jugendlichen

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Wissen und Fähigkeiten, die im Vorfeld für den Fall solcher Ausnahmezustände angeeignet werden, es allen Beteiligten ermöglichen, erfolgsversprechender und unbeschadeter aus solchen Ereignissen hervorzugehen und handlungsfähig zu bleiben. Daher kann ich nur Jeder/Jedem empfehlen, sich mit diesen Inhalten zu beschäftigen, denn unser Leben bringt es mit sich, dass es ganz normal ist, dass wir Erfahrungen machen, die uns oder unser Umfeld über unsere persönlichen Grenzen bringen können.

Bereits seit 2014 gibt es auf Initiative des Sozialministeriums hin und in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der österreichischen Psychologen, die Möglichkeit, dass Angehörige, die ihre Liebsten Zuhause betreuen und pflegen, kostenlose, vertrauliche und entlastende Angehörigengespräche in Anspruch nehmen können. Näheres finden sie im Folder des Sozialministeriums (HIER gelangen sie zum FOLDER). Ein weiterer großer Vorteil ist auch, dass die BehandlerInnen auf

Wunsch direkt Nachhause kommen.

Bei Wunsch nach einem konkreten Beratungsangebot sind diese unter der Servicenummer: 050 808 2087 oder per E-Mail angehoerigengespraech@svqspg.at erreichbar.

Im Zuge meiner zahlreichen Vortragstätigkeiten und Workshops, bei denen ich immer wieder die Möglichkeit biete, die eigene E-Mail Adresse bekannt zu geben, damit ich künftige Newsletter zusende, sind leider immer wieder E-Mail Adressen dabei, die, weil ich sie nicht richtig entziffern kann, nicht beim Betreffenden ankommen. Sollten sie eine Person kennen, die zu ihnen sagt: „Boah, ich habe keinen Newsletter erhalten, obwohl ich meine E-Mail Adresse bekannt gegeben habe!“ Dann kann sich Derjenige/ Diejenige gerne neuerlich via E-mail bei mir melden, damit ich diese im Verteiler aufnehmen kann. Vielen Dank dafür!